Grüne Kamine oder Eine Reise in unsere Zukunft
Der Newsletter 4/07 von Esperanza

Liebe Freundinnen und Freunde der tierunterstützten Pädagogik!

Der Jahreswechsel naht, und wieder einmal versetzt uns das in eine nachdenkliche Stimmung. Was hat das alte Jahr gebracht? Dem pädagogischen Team? Den Kindern und Jugendlichen? Den Tieren? Wie gestalten wir die nächsten Monate? Wie stellen wir die Finanzierung für Sonderprojekte sicher? Was steht an?

Nun, nächstes Jahr begehen wir unser 10-Jahresfest! In diesen 10 Jahren hat sich Esperanza in Österreich zu einer beachteten und geschätzten Institution entwickelt, das Thema der tierunterstützten Pädagogik einer breiteren Öffentlichkeit näher gebracht und tagtäglich Durchhaltevermögen bewiesen. 10 Jahre Höhen und Tiefen, Erfolge und doch auch Niederlagen. Es gibt uns noch. Wir sind gereift. Doch was ist ein Rosenjubiläum gegen eine „Diamond Celebration“?

Unser großes Vorbild „Green Chimneys“, eine amerikanische Jugendfarm in der Nähe von New York, wurde bereits 1947 gegründet! 50 Jahre Erfahrungsvorsprung! Und so hat eine Esperanza-Delegation wenige Wochen vor dem großen 60-Jahresfest im Herbst die Farm der „Grünen Kamine“ besucht und sich von Gründer Dr. Sam Ross über das riesige Gelände führen lassen, ständig umringt von Kids, die Mr. Ross Neues zu berichten hatten. Wir sind überrascht davon, wie viel Esperanza und „Green Chimneys“ – mal abgesehen von der Größe, der Anzahl der Kinder, Tiere und auch der MitarbeiterInnen – gemeinsam haben.

Das bestätigt uns: Wir müssen nicht größer werden, um Großes zu leisten. Auch im Kleinen liegt viel Kraft. Wichtig ist aber, dass wir unsere Ideen verbreiten und andere dazu motivieren, ähnliche Einrichtungen zu gründen. Wir wünschen allen ein erfolgreiches Jahr 2008! Martina Kotzina und das Team von Esperanza

P.S.: Wenn Sie daran interessiert sind, den Esperanza Newsletter regelmäßig zu erhalten, tragen Sie sich doch bitte in unseren Verteiler ein.


Themen im Dezember 2007
E  Infonachmittage auf Esperanza
S  Besuch auf Green Chimneys
P  Wildtiere in Pflege
E  Virtuelles Jugendnetzwerk Power4Youth
R  PraktikantInnen gesucht!
A  Esperanza-Lehrgang: Frühbucherbonus!
N  Tierschutz 2008
Z  Buchrezension: Katzen würden Mäuse kaufen
A  Wichtig: Rechtliche Hinweise


Infonachmittage auf Esperanza

„Wie sieht eine schwalbenbäuchige Mangalitza aus? Wie setze ich das Esperanza-Prinzip praktisch ein? Was kann ich von einem Schaf lernen?“ – Fragen über Fragen, die uns immer öfter gestellt werden. Wir freuen uns über so viel Interesse! Aus diesem Grund haben wir im nächsten Jahr einige Infonachmittage auf Esperanza eingeplant. Am 11. Jänner 2008 etwa führen wir Sie gerne von 14 bis 17 Uhr über unseren Vierkanthof, stellen Ihnen unsere vielen Tiere und deren Geschichten vor und erzählen bei Kaffee und Kuchen von unserem Alltag und unseren vergangenen und geplanten Projekten. Besuchen Sie uns doch und lernen Sie uns kennen! Bitte unbedingt rechtzeitig voranmelden, damit auch genug Kuchen da ist! Und zwar unter: info@esperanza.at

Termine 2008 unter: www.esperanza.at > Termine und Veranstaltungen

Besuch auf Green Chimneys

Zwei Stunden Zugfahrt von New York City entfernt befindet sich eine der weltweit erfolgreichsten Non-Profit-Organisationen der tierunterstützten Jugendwohlfahrt. Wer eine Chance sieht, die Einrichtung zu besuchen, sollte sie unbedingt nutzen. Der Empfang ist herzlich und die Farm beeindruckend. Zur Zeit wird das Herzstück des Projekts erneuert, das „Health Center“, ein kleines Spital, das es Green Chimneys auch ermöglicht, Kinder und Jugendliche mit speziellen Bedürfnissen aufzunehmen, die in anderen Institutionen aufgrund unzureichender medizinischer Ausstattung abgelehnt werden müssen. Als „Erfolg“ bezeichnet Gründer Dr. Sam Ross „jeden Schritt, der die jungen Leute näher zum Ziel führt, unabhängig zu leben und als Mitglied der Gesellschaft einen wie auch immer gearteten positiven Beitrag zu leisten“. In Zahlen gefasst leben am Campus über 100 Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 21 Jahren und fast 400 Tiere. Im Unterschied zu Esperanza verfügt Green Chimneys auch über ein eigenes Wildtier-Areal. Vom Fenek bis zum Kondor finden dort die ungewöhnlichsten Tiere einen Platz zum Gesunden.

Wildtiere in Pflege

Auch auf Esperanza leben nicht nur Haustiere. Fipsi und Trixi, zwei verlassene Feldhasenbabys, fanden im Spätsommer bei uns Unterschlupf. Liebevoll hat Julia sie mit Katzenaufzuchtsmilch hochgepäppelt, geduldig täglich ihre Wunden versorgt und ihre Bandagen erneuert. Fipsi hat es zu unserer großen Freude geschafft! Ende September entließ Julia ihn auf einem Feld hinter unserem Hof wieder in die Freiheit. Seit November versorgen wir Jungigel Wolferl, der ebenfalls ohne Julias Einsatz wohl nicht überlebt hätte. Um nämlich ohne fremde Hilfe in der freien Natur im Schlaf überwintern zu können, müssen Igelbabys bis Ende November mindestens 600 Gramm auf die Waage bringen. Wolferl hat zwar zwischenzeitlich schon kräftig zugelegt, wird aber diesen Winter doch noch auf Esperanza schlafen.

Feldhase und Igel gehören zu den geschützten Wildtieren! Sie dürfen nicht in Gefangenschaft gehalten werden! Nur verletzte, kranke oder allein nicht lebensfähige Tiere dürfen vorübergehend in Pflege genommen werden. Wildtiere aufzuziehen ist eine äußerst schwierige Aufgabe. Daher in jedem Fall umgehend fachlichen Rat bei einem Tierarzt suchen! Das oberste Ziel jeder Wildtierhilfe muss sein, die Tiere so bald wie möglich wieder gesund in die Freiheit zu entlassen!

Weitere Infos zur Igelaufzucht unter:www.pro-igel.de

Virtuelles Jugendnetzwerk Power4Youth

Hunderttausende Kinder und Jugendliche in Europa können aus verschiedenen Gründen nicht in ihrer Herkunftsfamilie aufwachsen. Um ihre Chancen und Rechte zu verbessern und Qualitätsstandards für die außerfamiliäre Betreuung zu entwickeln und zu sichern, ist das europäische Projekt „Quality4Children“ (www.quality4children.info) ins Leben gerufen worden. Den betroffenen Jugendlichen selbst bietet die Website www.power4youth.eu einen geschützten Raum und ein Netzwerk, in dem sie ihre Anliegen im Chatroom und in Diskussionsforen offen diskutieren können. Jetzt gilt es, sie darauf aufmerksam zu machen. Weitersagen!

PraktikantInnen gesucht!

Wir haben Glück: Heidi aus Finnland verstärkt seit einigen Wochen unser Team. Teil ihres Studiums „Degree Progamme in Social Services“ an der „Oulu University of Applied Sciences“ ist ein zweimonatiges Praktikum, das sie hier auf Esperanza absolviert. Ihr neues Wissen rund ums Esperanza-Prinzip wird sie hoffentlich zukünftig in ihre Spezialgebiete einfließen lassen. Zum Jahreswechsel reist Heidi leider wieder zurück in den hohen Norden. Wir hoffen, wir hören voneinander: „Näkemiin!“ (= Bis bald!)

2008 nehmen wir erstmals das ganze Jahr über einsatz- und kontaktfreudige PraktikantInnen auf. Bewerbungen bitte unter info@esperanza.at.

Esperanza-Lehrgang: Frühbucherbonus!

Am 15. März 2008 startet unser berufsbegleitender Esperanza-Lehrgang. Bis zum 31. Dezember 2007 können Sie von unserem Frühbucherbonus profitieren: Sie bezahlen nur € 1.500,— +20% Ust. (statt € 1.600,— +20% Ust.)! Um die Qualität der individuellen Betreuung sichern zu können, wird die Gruppengröße auf maximal 8 TeilnehmerInnen begrenzt. Melden Sie sich also gleich an!

Anmeldeformular und AGBs: www.esperanza.at > Aus- und Weiterbildungsangebot > Esperanza-Lehrgang

Tierschutz 2008

Mit 1. Jänner soll der bundesweite Tierschutz endlich verschärft werden. Wie ist das zu sehen? In der beschlossenen Novelle zum Tierschutzgesetz ist ein Käfigverbot für Kaninchen vorgesehen, die zur Fleischgewinnung gehalten werden. Doch nicht für jene, denen man auf den PELZ rücken will! Hunde und Katzen dürfen wegen Stressbelastung nicht ausgestellt werden, aber unter besonderen Voraussetzungen darf eine Tierhandlung Hunde und Katzen zum Verkauf halten! Ist das kein Stress?! Und warum geht es nur um Katzen und Hunde, nicht auch um Meerschweinchen?

Mag sein, dass die Neuerungen des Tierschutzgesetzes in mancher Hinsicht einen enormen Fortschritt bedeuten, doch vergessen wir nicht: Als Gesamtkonzept entspricht es noch lange nicht den Erfordernissen. Dort wo gesetzliche Bestimmungen immer noch versagen, ist weiterhin „der Druck der Öffentlichkeit“ gefragt, um Missstände aufzuzeigen.

Dranbleiben! www.vierpfoten.at und www.vgt.at

Buchrezension: Katzen würden Mäuse kaufen

Keine Grimm'schen Märchen, sondern beinharte Realität? Hans-Ulrich Grimm, schonungsloser Kritiker der Nahrungsmittelindustrie, hat Tiernahrung unter die Lupe genommen. Und meint: Die kleinen Kügelchen im Trockenfutterbeutel und saftigen Brocken in den Dosen sind nicht mehr als ein Versuch, auch noch den letzten Müll zu Geld zu machen. Hemmungslos wird da mit Klärschlamm, Kadavern, Kot, Geschmacksaromen und Farbstoffen gepanscht. Die heimische Heimtiernahrungsindustrie ist empört und hat umgehend dementiert (Googeln Sie im Internet: Stichwörter „ÖHTV“ + „OTS“). Deutschlands größter Tierfutterhersteller hat versucht, den Verkauf des Buches zu stoppen. Wer hat Recht? Lesen Sie selbst. Und gehen Sie der Sache nach.

Grimm, Hans-Ulrich. Katzen würden Mäuse kaufen. Schwarzbuch Tierfutter. Deuticke im Zsolnay Verlag, 2007

Weitere Mediaempfehlungen finden Sie unter „Mediainfos“ auf unserer Website.

WICHTIG: Rechtliche Hinweise > Newsletter 1/08 von Esperanza – Bitte anmelden!

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IMPRESSUM
Medieninhaberin: ESPERANZA, Mag. Martina Kotzina – Redaktion: viennAventura, Mag. Priska Steger

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© ESPERANZA – Zentrum für tiergestützte Pädagogik
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