Robo-Robbe Paro oder Menschen brauchen Tiere
Der Newsletter 5/08 von Esperanza

Liebe Freundinnen und Freunde der tierunterstützten Pädagogik!

Immer schon haben Tiere die Menschen aufgrund ihrer außergewöhnlichen Eigenschaften fasziniert. Man
denke nur an Ameisen, die ein Vielfaches ihres Eigengewichts tragen, an Fliegen, die kopfüber die Zimmer-
decke entlang spazieren, an den Fächerfisch, der mit 110 km/h die Ozeane durchquert ... die Liste solcher
Beispiele ist endlos lang. Ganz klar sind Pflanzen und Tiere dem Menschen in vielen Bereichen weit über-
legen.

Nun versucht man zunehmend, die Prinzipien der Natur auf die Robotertechnik zu übertragen. In Japan,
dem weltgrößten Robotermarkt der Welt, hat man ausgerechnet ein Tier, das von den Menschen gnaden-
los verfolgt wird, dazu auserkoren als Vorbild für eine Maschine zu dienen, die den Menschen dann helfen
soll, wenn sie ihre Selbstständigkeit und Mitteilungsfähigkeit verlieren. Ein Robbenbaby mit großen Kuller-
augen und weißem Plüschfell dient als Therapiewerkzeug im Umgang mit Demenzkranken und als Hilfe für
überlastetes Pflegepersonal.

Robo-Robbe Paro sei sehr erfolgreich, so heißt es. Paro lindere depressive Verstimmungen, helfe Streit zu
schlichten, überwinde Sprachgrenzen und interkulturelle Barrieren, wecke Neugierde ..., kurzum: erleich-
tere die zwischenmenschliche Kommunikation.

Wir denken uns dazu: Wenn bereits eine Robbenbaby-Maschine so viel erreichen kann ...

Und auch: Wie sind wir so weit gekommen, dass wir Maschinen benötigen, um Menschen emotionale Zu-
wendung zu geben? Ist das der richtige Weg?

All das stimmt uns sehr nachdenklich, bestärkt uns aber in unserem Weg,
Martina Kotzina und das Team von Esperanza

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Themen im September 2008
E  Schönstes Sommerfoto
S  Plüschtierroboter als Therapiemittel in Altersheimen
P  Esperanza-Lehrgang: Frühbucherbonus!
E  Esperanza sucht einen Hof!
R  Termin: „Jedes Kind zählt“
A  Rotes Kreuz: Viel Blut wäre gut
N  Energy Autonomy – Der Film
Z  Buchrezension: Bionik
A  Wichtig: Rechtliche Hinweise

Schönstes Sommerfoto (von Sabine Ziegelwanger)


Plüschtierroboter als Therapiemittel in Altersheimen

Babyrobbe Paro ist eine sensorenbestückte Maschine mit künstlicher Intelligenz. Sie hat ein weiches Fell
und reagiert nicht nur auf Stimmen und Geräusche, sondern kann auch ihre Gefühle zum Ausdruck brin-
gen. Über 1000 Artgenossen von Paro verrichten in Japan bereits ihren Dienst in Altenheimen, über 800
beglücken angeblich autistische Kinder. Paro trägt zur Entspannung der Menschen bei, verringert ihren
Stress, steigert ihre Gehirnaktivität. Nun erreicht uns die Meldung, dass Paro bereits auch außerhalb Japans zum Einsatz kommt.

Eine adäquate Antwort auf den Mangel an menschlichen Pflegekräften? Segen oder Fluch?
Sehen Sie selbst: www.paro.jp/english

Esperanza-Lehrgang: Frühbucherbonus!

Es ist eine Sache, das Esperanza-Prinzip in seiner Bedeutung zu verstehen und anzuerkennen, doch eine
völlig andere, es konsequent in der täglichen tierunterstützten pädagogischen Arbeit zur Anwendung zu
bringen. Unser berufsbegleitender Esperanza-Lehrgang soll daher allen Interessierten über Grundlagen
und Hintergründe unserer Arbeit hinaus zentrales Wissen zur praktischen Umsetzung des Esperanza-
Prinzips in tierunterstützten Projekten und Einrichtungen der Jugendwohlfahrt vermitteln.

Start: April 2009
Modul 1: 18.4. – 19.4.2009
Modul 2: 15.5. – 17.5.2009 (!) = dreitägige Tour mit Tieren (inkl. Nächtigung, Verpflegung)
Modul 3: 6.6. – 7.6.2009

Bei Anmeldung bis 31.12.2008 gilt der Frühbucherbonus: € 1.000,— + 20% Ust.

Esperanza sucht einen Hof!

Esperanza sucht für ein neues Projekt mit landwirtschaftlichem Schwerpunkt einen zu bewirtschaftenden
Hof. Das Anwesen sollte sich in Einzellage befinden und vorzugsweise auf Leibrente oder per Kauf zu er-
werben sein. Gewünscht sind mindestens 10 Hektar Grund mit Erweiterungsmöglichkeiten sowie ausrei-
chend Wohnfläche, Wirtschaftsgebäude und Stallungen. Der Hof sollte sich im maximalen Umkreis von 20
Kilometern von unserem bereits bekannten Zentrum für tiergestützte Pädagogik am Zandlberg befinden.

Kontakt: Mag. Martina Kotzina (mobil: +43-(0)664-461 02 12), info@esperanza.at

Termin: „Jedes Kind zählt“

In diesem Punkt ist sich die Fachwelt einig: Es bedarf dringend besser abgestimmter privater und öffent-
licher Initiativen, die im Sinne präventiver Kinder- und Jugendhilfe Familien ihre Unterstützung anbieten.
Kinder und Jugendliche sowie ihre Angehörigen sollen bei der Bewältigung von Alltagsfragen und -krisen
unterstützt werden, bevor das „Kind in den Brunnen fällt“.

Das internationale Symposium „Jedes Kind zählt“ will einen multiprofessionellen Kommunikationsraum
bieten, um Theorie und Praxis gelingender Prävention aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu diskutieren.

Termin: 23.10-25.10.08; Veranstaltungsort: St. Virgil, Salzburg – www.virgil.at; Tel: 0662/65901514)

Rotes Kreuz: Viel Blut wäre gut

Der akute Engpass an Blutkonserven, der Mitte September aufgetreten ist, wurde mittlerweile beseitigt,
bestätigt das Rote Kreuz. Doch ein erhöhter Bedarf an Blutspenden bestehe weiterhin, um nicht allzu
rasch wieder die kritische Marke des Lagerbestands zu erreichen. Alle gesunden Frauen und Männer ab
18 werden daher gebeten, in den nächsten Wochen Blut zu spenden. Alle Blutgruppen sind gefragt. Er-
fahrungsgemäß sind vor allem die Reise- und Urlaubszeit eine kritische Phase. Weihnachten steht bald wieder vor der Tür. Nähere Infos: www.blut.at

Energy Autonomy – Der Film

Umweltapokalyptische Themen haben Hochkonjunktur. Das Medienprojekt „Energy Autonomy – The Code
of Survival“ will aber nicht nur den ökologischen Ist-Zustand der Erde dokumentieren und uns verängsti-
gen, sondern Millionen Menschen zeigen, wie es durch moderne Technologien möglich werden kann, die
Welt zu 100% mit erneuerbaren Energien zu versorgen. Gegenspieler sind etablierte Konzerne, die dazu
bereit sind, alles zu tun, um die anstehenden Veränderungen so lange wie möglich aufzuhalten.

Am 15. September haben die Dreharbeiten zum Film begonnen, die bis 12. Dezember dauern sollen, ge-
filmt wird in 11 Ländern auf vier Kontinenten. Unter www.energyautonomy.org ist in Kürze ein Drehtage-
buch dazu zu finden, das wöchentlich aktualisiert wird. Nach derzeitigem Zeitplan ist der weltweite Kino-
start für November 2009 geplant – genau rechtzeitig um vor „Kyoto Plus“ in Kopenhagen ein internatio-
nales Publikum zu erreichen.

Buchrezension: Bionik

Klettverschlüsse, Autofelgen, Tauchanzüge, selbstreinigende Oberflächen ... sie alle haben biologische
Vorbilder. Naturbeobachtungen dienten immer schon als Ideenlieferanten für praktische Erfindungen. Für
die Industrie sind die Konstruktionen der Natur vor allem deswegen interessant, weil sie meist ressour-
censchonend und umweltfreundlich sind. Diese knappe Darstellung der „neuen“ Wissenschaft der „Bionik“
(kurz gesagt: des Lernens von der Natur für eine verbesserte Technik) ist leicht verständlich, faszinierend
und einprägsam und enthält wie die Esperanza-Website die unterhaltsame Rubrik „Schon gewusst“.

Rüter, Martina: Bionik. Compact Verlag, 2008

Weitere Mediaempfehlungen finden Sie unter „Mediainfos“ auf unserer Website.

WICHTIG: Rechtliche Hinweise > Newsletter 6/08 von Esperanza – Bitte anmelden!

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IMPRESSUM
Medieninhaberin: ESPERANZA, Mag. Martina Kotzina – Redaktion: viennAventura, Mag. Priska Steger

Die Infos wurden sorgfältig ausgewählt. Es wird jedoch keine Haftung übernommen. Verwendung des
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von Esperanza im Rahmen der tierunterstützten Pädagogik) über den privaten Gebrauch hinaus bitte
ausschließlich nach Rücksprache.

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