Liebes Christkind oder Der Weihnachtswunsch nach einem Haustier
Der Newsletter 5/10 von Esperanza

Weihnachten steht vor der Tür. Auf den Briefen ans Christkind steht bei vielen Kindern der Wunsch nach einem Haustier. Das ist ein großer, ein sehr wichtiger und ernst zu nehmender Wunsch. Doch bevor man diesem nachkommt, sollte man sich im Klaren darüber sein, welche Konsequenzen es hat, wenn man sich ein Tier anschafft. Zudem sollte das Tier für das Kind geeignet sein, denn nicht alle Tiere, die kuschelig und süß aussehen, sind auch für (Klein)Kinder passend.

Kinder lernen durch Tiere Verantwortung zu übernehmen und Regeln zu beachten. Sie bekommen einen anderen Bezug zu Tieren, da sie die Bedürfnisse und Eigenheiten eines Tieres achten lernen. Gerade auch für Einzelkinder kann ein Tier ein liebevolles Gegenüber und Partner sein. Leider passiert es häufig, dass ein Tier angeschafft wird, die Begeisterung riesengroß ist, aber diese nach kurzer Zeit verfliegt. Ein Tier bedeutet nicht nur Spaß und Spielen, sondern auch, dass man sich auf das Lebewesen einstellt und man dem Tier gerecht wird.

Auch wenn man ein Tier vorrangig für ein Kind anschafft, muss man sich als Elternteil darüber im Klaren sein, dass man die Verantwortung dafür eigentlich selber trägt. Kinder sind vor der Anschaffung eines Haustieres meist davon überzeugt, dass sie sich um das Tier alleine kümmern können, es ist jedoch Realität, dass Eltern das Kind bei der Pflege des Tieres (die meiste Zeit) unterstützen müssen. Erst ab einem Alter von zirka 12 Jahren sind Kinder so weit, dass sie sich alleine um ein Tier kümmern können, jedoch entwickeln sich bei Kindern, die in die Pubertät kommen, dann wieder ganz neue Interessen und Hobbys, bei denen dann eventuell das geliebte Haustier doch erheblich zurückstecken muss. Tiere werden älter, manche sogar sehr alt. Eltern sollten bedenken, dass Kinder sehr rasch in neue Lebens­stadien kommen, wo Anderes und Neues interessant ist. Das Tier aber bleibt. (Und dann meist den Eltern).

Es sollten also viele wichtige Fragen vorab gemeinsam besprochen und erörtert werden. Haustiere sorgfältig in eine Familie aufzunehmen, lohnt sich, sie können das Leben der Kinder und auch der Erwachsenen sehr bereichern. Tiere sind aber kein Spielzeug und eignen sich auch überhaupt nicht als Geschenk oder Überraschung unter dem Weihnachtsbaum. Beim ersten Ausmisten des Käfigs kann die Freude vorbei sein. Wenn ein Haustier auf dem Wunschzettel des Kindes steht, ist es Anlass gemeinsam alle Vor- und Nachteile zu besprechen und den „Christkind-Wunsch“ nach einem Haustier gegen den Wunsch nach einem spannenden, altersgerechten Fachbuch oder nach einer DVD oder nach einem PC-Lernspiel über das gewünschte Haustier zu ersetzen, um dann gemeinsam (spielerisch) zu sehen und zu schmökern, ob oder welches Tier in die Familie passt.

Wir wollen bereits vorankündigen, dass Esperanza am 25. Juni 2011 seinen traditionellen „Tag der offenen Tür“ hat. Auch hier gibt es die Gelegenheit sich über viele Tiere zu informieren, Fragen zu stellen und einige Haustiere näher kennen zu lernen.

Viel Freude und bewusstes Schenken wünschen Ihnen, Martina Kotzina und das Team von Esperanza

P.S.: Wenn Sie daran interessiert sind, den Esperanza Newsletter regelmäßig zu erhalten, tragen Sie sich doch bitte in unseren Verteiler ein.


Themen im Dezember 2010
E  Welches Tier passt zu mir?
S  Welpenalarm
P  Esperanza Fortbildung 2011: Noch Plätze frei!
E  Radiokolleg „Tierisch heilsam“
R  Urgetreide vom Meierhof
A  Jane Goodall Kampagne
N  Konferenz der Tiere
Z  Buchrezension: Katzenmärchen
A  Wichtig: Rechtliche Hinweise


Welches Tier passt zu mir?

Was brauche ich für welches Tier? Wie viel kostet das? Welche Tierarztbehandlungen sind notwendig? Kann ich die Tiere im Garten halten? Die Entscheidung für Haustiere trifft die Familie am besten gemeinsam. Sprechen Sie mit Ihren Kindern all die Punkte an. Und regeln Sie mit ihnen in einem Heimtiervertrag, wer was macht. Wer putzt den Käfig? Wer sorgt für Nachschub von Futter und Wasser? Wer lässt den Wellensittich im Zimmer fliegen? Kinder können nach Anleitung viele dieser Aufgaben übernehmen.

Wie lange möchte ich ein Tier? Ist es in der Nacht aktiv? Wie viel Zeit pro Tag brauche ich? Es gibt viele weitere solcher Fragen. Auf dem Tierschutzportal für Kinder www.neutierig.ch hat das Schweizer Bundesamt für Veterinärwesen dazu den Test „Welche Tiere passen zu mir?“ aufgeschaltet. Dieser hilft sehr genau bei der Wahl der Tiere. Hier finden Sie auch zu Goldhamstern, Meerschweinchen, Wellen­sittichen, Hunden, Katzen, Rennmäusen, Ratten, Kaninchen und Fischen für Kinder verständliche Texte.

Welpenalarm

Beim Kauf von Welpen ist Vorsicht geboten, besonders bei Welpen, die billig im Internet oder über Zeitungsanzeigen angeboten werden. Häufig stammen diese Hunde aus osteuropäischen Massen­zuchtanlagen. Seit der EU-Erweiterung ist der illegale Handel mit Hundewelpen besorgniserregend gestiegen. Viele der Tiere stammen aus tierquälerischen Massenzuchtanlagen in Osteuropa und gelangen durch Zwischenhändler nach Deutschland. Diese Welpen haben oft Schlimmes erlebt: Sie sind krank, unterernährt und vom langen Transport geschwächt. Zu früh von ihrer Mutter getrennt und nicht ausreichend gegen Tierseuchen geimpft, überleben sie häufig nicht.

„Die Haltung eines Hundes bedeutet Freude und Bereicherung, aber auch Verantwortung für viele Jahre. Diese Verantwortung beginnt schon vor der Anschaffung“, erklärt Birgitt Thiesmann, Heimtierexpertin bei VIER PFOTEN. Informationen zum Thema „Welpenhandel“ findet man unter www.vier-pfoten.de (» Kampagnen » Welpendealer). Auch eine Online-Petition gegen den illegalen Welpenhandel kann unterschrieben werden.

Esperanza Fortbildung 2011: Noch Plätze frei!

25.3.2011  Esperanza-Fortbildung Modul 1
Einführung in die tierunterstützte Pädagogik
mit Martina Kotzina (Esperanza, Sonder- und Heilpädagogin, Tierpflegerin, Lebens- und Sozialberaterin)

26. und 27.3.2011  Esperanza-Fortbildung Modul 2
Tiertraining mit Cornelia Drees (Biologin und Tiertrainerin, D-Worpswede)

28. und 29.5.2011  Esperanza-Fortbildung Modul 3
Das Esperanza-Prinzip in seiner praktischen Anwendung
mit Martina Kotzina und Franz Prenner (Wanderreitführer, Horsemanship-Trainer, Erziehungshelfer)

Radiokolleg „Tierisch heilsam“

Das Radiokolleg „Tierisch heilsam“, das erstmalig im August 2009 gesendet wurde und in dem auch Esperanza ein ausführlicher Beitrag gewidmet wurde, wird vom 10.1. bis 13.1.2011 auf Ö1 in der Zeit von 9.05 bis 9.30 Uhr wiederholt, jeweils am Abend nochmals ab 22.15 Uhr.

Wir freuen uns über Ihren „Zuhör-Besuch“ und über das Weitergeben der Info an andere Interessierte.

Urgetreide vom Meierhof

Längst vergessene Getreidesorten werden am Meierhof in St. Bernhard im Waldviertel wieder belebt. Dazu gehört neben Bergweizen, Emmer, Einkorn oder Khorasanweizen auch Getreide-Reis. Das Urgetreide wird mit besonders viel Fingerspitzengefühl geschliffen, wertvolle Inhalts- und Geschmack­stoffe bleiben erhalten. Der Kochvorgang wird im Vergleich zum unbehandelten Getreidekorn stark verkürzt.

Die alten Meierhof-Getreidesorten haben besonders hohe Vitamin- und Mineralstoffgehalte. Die Kultivierung der alten Sorten erfolgt in Kooperation mit der Arche Noah, angebaut wird nach den Prinzipien der biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise (Demeter).

Verschiedene Geschenkboxen können bestellt werden. Vielleicht noch ein hübsches Weihnachts­geschenk? Unter www.meierhof.at finden Sie zahlreiche Angebote sowie köstliche Rezepte zum Nachkochen und -backen.

Jane Goodall Kampagne

Mobiltelefone enthalten viele wertvolle Stoffe. Darunter das wertvolle Metall Coltan, aber auch Kupfer, Gold, und Zink zählen zu den rund 60 Stoffen, die in einem Handy stecken. Der Abbau vieler Stoffe erfolgt in den Regenwäldern Afrikas. Dies hat die Zerstörung dieser Urwälder zur Folge und somit verlieren Menschenaffen wie Schimpansen und Gorillas sowie viele andere Wildtiere und Pflanzen ihren Lebensraum. Für die Menschen in diesen Ländern hat der Raubbau ebenfalls verheerende Folgen – auch globale Auswirkungen sind damit verknüpft.

Daher startete das Jane Goodall Institut - Austria, das die Förderung des respektvollen und nachhaltigen Umgangs mit Menschen, Tieren und der Natur zur Basis hat, eine Handyrecycling-Kampagne. Jedes recycelte Mobiltelefon sichert wieder Ressourcen und somit das Überleben der Schimpansen sowie aller anderen Lebewesen. Man unterstützt durch die Abgabe eines alten Mobiltelefons das Jane Goodall Institut - Austria mit 1,50 Euro. Dieses Geld wird in ein Projekt zum Schutze der Schimpansen und zur Hilfe für die Menschen im Kongo investiert.

Näheres unter: www.janegoodall.at/handyrecyclingkampagne

Konferenz der Tiere

Passend zur UN-Klimakonferenz in Cancun (mit immer unrealistischeren Zielen und Minimalergebnissen) sowie inspiriert durch Erich Kästners Literaturklassiker „Die Konferenz der Tiere“ (1949 !) läuft seit November in den heimischen Kinos der Animationsfilm „Konferenz der Tiere“ zu einem höchst aktuellen Thema.

Die Tiere in der afrikanischen Savanne wundern sich: Wo bleibt das Wasser? Längst hätte es durch eine Schlucht aus den fernen Bergen kommen müssen. Der Durst wird immer größer, die Sorge auch, zumal das letzte kleine Wasserloch von grimmigen Büffeln und Nashörnern verteidigt wird. Der Hotelier Smith hat einen gewaltigen Staudamm bauen lassen und verschwendet alles Wasser für ein Luxushotel. Ausge¬rechnet hier halten die Politiker eine Konferenz zum Schutz der Umwelt ab. Die Tiere antworten auf diese Herausforderung mit ihrer eigenen Konferenz: Die weise Elefantenkuh Angie appelliert an alles, was laufen, fliegen, trampeln oder kriechen kann, sich zu wehren. Das ist der Auftakt zu einer turbulenten Offensive voller tierischer Tricks.

Vielleicht eine Möglichkeit, Kindern und Jugendlichen das globale Problem auf lustvolle und spannende aber auch sehr kritische Weise bewusst zu machen.

www.kdt.film.de

Buchrezension: Katzenmärchen

Katzen haben nicht nur auf Esperanza immer Hochsaison. Auch im Märchen spielen Katzen seit jeher eine große Rolle und haben viele Bedeutungen. In einer schönen Sonderausgabe wurden von Barbara Stamer 34 Katzen-Märchen aus aller Welt gesammelt und geordnet. Für alle, die Märchen und Katzen lieben.

Katzen-Märchen. Märchen zum Erzählen und Vorlesen, Barbara Stamer (HG.), Königsfurt Verlag 2010.

Weitere Mediaempfehlungen finden Sie unter „Mediainfos“ auf unserer Website.

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IMPRESSUM
Medieninhaberin: ESPERANZA, Mag. Martina Kotzina

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