Who is Who auf Esperanza?: “Wir leben hier!”
Der Newsletter 4/13 von Esperanza


Themen im Dezember 2013
E  Esperanza for you: Fortbildungen 2014
S  Schauen Sie vorbei beim Oberndorfer Weihnachtsmarkt!
P  Portrait – I am Esperanza
E  Ein Besuch bei Animal Care Austria
R  Reinschmökern
A  Alles ist möglich!
N  Neues über das Verhältnis Mensch und Tier
Z  Zum Nachdenken
A  Achtung, retten Sie unsere Blumenwiesen!



„Esperanza for you: Fortbildungen 2014“

Im kommenden Jahr gibt es auch wieder die Möglichkeit, von uns zu lernen! An folgenden Tagen finden die neuen Esperanza-Fortbildungen statt:

14.März 2014 Modul 1 „Einführung in die tierunterstützte Pädagogik“
15.–16.März 2014 Modul 2 „Tierunterstützte Pädagogik in Theorie und Praxis im Berufsfeld der Sozialpädagogik“
26.–27.April 2014 Modul 3 „Das Esperanza-Prinzip“
Mehr Informationen zu unseren spannenden Fortbildungen entnehmen Sie bitte unserer Homepage


Schauen Sie vorbei beim Oberndorfer Weihnachtsmarkt!

Auch dieses Jahr sind wir wieder mit unseren selbst produzierten Besonderheiten auf dem Adventmarkt unserer Heimatgemeinde anzutreffen. Diesmal haben wir feinste, selbstgemachte Tierleckerlies für ihren Vierbeiner. Kommen Sie an unseren Stand, wärmen Sie sich mit leckerem Punsch und stärken Sie sich mit unseren selbst gemachten Engelslocken. Wir freuen uns auf Sie! Die Einnahmen unseres Weihnachtsstandes gehen an Animal Care in Ungarn.
Wo: in Oberndorf an der Melk.
Wann: am 14. Dezember ab 13:30 Uhr
am 15. Dezember 2013 ab 9:00 Uhr (Open End)
Oberndorfer Advent


Portrait – I am Esperanza

Ab sofort stellen wir in jedem unserer Newsletter eine/n unserer tierischen MitbewohnerInnen vor: Wir beginnen mit unserem Tier-Ältesten, dem weisen, wanderlustigen Luigi, der uns folgendes über sich erzählt hat:
„Vor Esperanza war ich gemeinsam mit Sarah beim Käsemacher Robert Paget in Diendorf am Kamp. Sie hatten uns für ihre Kinder gekauft, die wurden aber größer und hatten dann irgendwann nicht mehr so ein großes Interesse. Wir lebten mit sehr vielen Ziegen in einem Laufstall. Das war insofern toll, als es viel zu fressen gab, allerdings wurden wir dadurch zu dick.
Ich gehe wahnsinnig gerne wandern. Da bin ich vorne weg, stundenlang könnte ich gehen, traut man mir gar nicht zu. Wenn es kälter oder feuchter wird, habe ich ein Art Nervenleiden, dann muss ich meine Hinterbeine ganz hoch heben beim Gehen. Aber gerade dann tut mir Bewegung gut!
Mit Sarah bin ich schon seit Ewigkeiten zusammen. Am Anfang waren wir die einzigen Esel hier, das war super! Seitdem die anderen hier sind, bin ich zugegebenermaßen ein bisschen angeknatscht, es ist einfach so viel los. Im Grunde liebe ich nämlich Beschaulichkeit und stundenlanges Schmusen in aller Ruhe. Vielleicht gehe ich deswegen so gerne wandern, da kann ich in Ruhe mit meinem Führmenschen sein, ohne dass sich wieder irgendein Langohr dazwischen drängt.
Meine Besitzerin, Martina, sagt mir manchmal, dass ich klaro der Chef bin (die Chefin ist Rosinante) und ich mich durchsetzen und nicht beleidigt in einer Ecke stehen soll. Ja, eh, aber so bin ich halt, kann dann auch nicht aus meiner Haut. Will halt auch gebeten werden. Aber wenn ich es dann zulasse, wie gesagt: stundenlanges Schmusen…!“
Ein toller Hecht, unser Luigi, nicht? Falls Sie ein großes Herz für Tiere haben und mehr an Luigis Leben mehr teilhaben möchten, nützen Sie doch die Möglichkeit und werden Sie sein Pate: Pate werden


Ein Ausflug nach Ungarn zu „Animal Care Austria”

Unsere Hofhunde, Anna und Laika, sind ehemalige Straßenhunde aus einem Tierheim in Ungarn, betrieben von „Animal Care Austria“. Seither stehen wir mit Animal Care in regelmäßigem Kontakt. Um unsere Hunde und ihre Geschichte besser verstehen zu können, entstand die Idee, gemeinsam mit unseren Tierpflege-Lehrlingen nach Ungarn zu fahren und die Tierheime zu besuchen. Bepackt mit einem großen Anhänger voll Sachspenden zogen wir los in Richtung Osten und fanden schließlich einen mit bedürftigen Tieren überfüllten Hof und angesichts der großen Menge überforderte Menschen vor. Das Elend und die große Not dieser Tiere und der offensichtliche Mangel an Geld haben besonders unsere engagierten Tierpflege- Lehrlinge tief getroffen. Es entstand der tiefe Wunsch, mehr tun zu wollen. Aus dieser Erfahrung heraus entstanden zwei Texte von Laura und Natanael, sowie die Idee, die Einnahmen unseres Stands am Oberndorfer Weihnachtsmarkt an Animal Care Austria.

Ein Ausflug nach Ungarn zu Animal Care Austria
von NATANAEL

Als die TierpflegerInnen sich vereinten, um nach Ungarn aufzubrechen, bekam ich einen ganz eigenen Eindruck von Animal Care. Wir fuhren gemeinsam nach Ungarn, um Sachspenden, die wir aus dem Bekanntenkreis gesammelt hatten, abzugeben. Wir besuchten zwei Tierheime... Das Erste war näher an der Grenze und daher, so kam's mir vor, war dieses auch besser ausgestattet, da mehr Leute dorthin kommen. Das Zweite jedoch war tiefer im Landesinneren: Dort trafen wir 180 Hunde, auf noch weniger Platz! Wir waren der Meinung, diese brauchen unsere Sachspenden eher! Und ich bin auch der Meinung, dass es mehr Menschen geben sollte, die in genau solche Tierheime fahren. Egal, ob um zu helfen oder um Spenden abzugeben!

Animal Care Austria – Ein Aufruf
von LAURA

Ich möchte heute über Animal Care und deren Gründerin Carol Byers schreiben. Carol Byers ist die Gründerin und Präsidentin von ACA, die Abkürzung steht für Animal Care Austria. Sie hilft seit vielen Jahren Menschen und Tieren in den USA, Österreich und dessen Nachbarländern. Frau Byers fährt persönlich in die Länder, in denen Sie alle ACA-Projekte betreut. Sie leitet dort die Tierschutzarbeit vor Ort und beaufsichtigt diese. Es hatte natürlich einen Grund, weshalb Sie ACA gegründet hat: Sie wuchs als Kind auf einem Bauernhof auf und beschloss nach einiger Zeit, den Tieren zu liebe, Veganerin zu werden. Ihr größter Traum war es, die Kommunikation zwischen Mensch und Tier zu verbessern und auch im Ausland Tieren ein besseres Leben zu bieten.
Animal Care Austria ist eine Tierschutzorganisation, der am Herzen liegt, dass sich die Mensch – Tierbeziehung verbessert. Und nicht nur das, sie haben in einigen Ländern auch medizinische Projekte laufen, die den Einrichtungen ermöglicht, ihre Tiere medizinisch rundum zu versorgen, zu kastrieren und für eine Weitervermittlung vorzubereiten. Durch diese Frau habe ich zwei Einrichtungen in Ungarn besuchen dürfen und durch diese Erlebnisse habe ich beschlossen, noch mehr für den Tierschutz zu tun. Deswegen möchte ich einen kleinen Aufruf starten: Ihr kennt ja die Leute, die euch am Bahnhof und Einkaufspassagen abpassen für eine Spende für den Tierschutz. Meist geht man vorbei und wimmelt genervt ab, weil man im Endeffekt nicht weiß, wo genau das Geld hingeht. Ich kann das auch vollkommen verstehen und verurteile auch deswegen keinen Menschen. Genau darum geht es mir aber auch in meinem Aufruf, nämlich darum, dass man nicht immer nur mit Geld Tieren weiterhelfen kann, sondern auch mit Sachspenden und zwei Händen. Ich weiß, Geld ist in unserer Gesellschaft nicht mehr weg zudenken, aber man braucht kein Vermögen ausgeben, um Tieren zu helfen. Man sollte im Kleinen anfangen! Natürlich freut sich die ACA über Geldspenden oder anders genannt „Tierpatenschaften“, die monatlich die Futterschüssel für den Patenhund füllt. Ich hab aber oben schon erwähnt, dass man mit zwei Händen und Sachspenden genauso den Hunden helfen kann. Wer hat nicht im Keller oder am Dachboden alte Decken, Teppiche, Polster oder alte Kleidungstücke herum liegen? „Dieses alte Zeugs“, das uns meist auf den Nerv geht, schützt, wärmt und macht Hunde in Tierauffangstationen in Ungarn, Slowenien, Rumänien… glücklich. Wenn du dich aber ganz besonders engagieren möchtest und den Tieren vor Ort helfen möchtest, dann setz dich mit Frau Byers in Verbindung. Denn zwei Hände können vieles erschaffen, neue Zwinger für Hunde und Katzen oder für andere Kleintiere. Wenn ihr noch mehr Informationen haben wollt dann schaut bitte unter dieser Internet- Adresse vorbei: animal care Austria oder besucht sie auf Facebook unter Animal Care Austria!Eure LAURA


Reinschmökern

Das Buch „Fuchs ganz nah - Die Geschichte einer Freundschaft“ von Klaus Echle und Anna Rummel zeigt auf, warum die Begegnung zwischen Mensch und Tier eine Bereicherung für beide Seiten sein kann. Solange sie von der Neugierde und dem Interesse beider Akteure motiviert ist, kann sie achtsam und tiergerecht geschehen. Die AutorInnen beschreiben die Begegnung und den Aufbau einer Beziehung zu einer jungen Füchsin im Wald. Anhand der Texte und tollen Fotografien wird vermittelt, wie eine bereichernde Beziehung zu Tieren gelingen kann, wenn der Mensch sich auf das Leben und die Bedürfnisse des Tieres einlässt. Die AutorInnen bleiben nicht distanzierte BeobachterInnen, vielmehr wagen sie es, mit der jungen Füchsin in eine Beziehung einzugehen, die u.a. artübergreifend das Kommunikationsrepertoire und die sozialen Fertigkeiten auf beiden Seiten erweitert.

Klaus Echle, Anna Rummel, Fuchs ganz nah – Die Geschichte einer Freundschaft. BLV Buchverlag, München 2013 ISBN 978-3-8354-1177-7


Alles ist möglich

Wie das Leben am Hof funktionieren kann von KATHI

Vom stillen Zusammenkuscheln bis zum “Kekserl backen" ist hier am Hof auf Esperanza alles möglich. Die Tiere machen es sich schön gemütlich, während sich viel am Hof abspielt. Für die Kinder und Jugendlichen beginnt der ganz normale Schul- oder auch Arbeitsalltag. Langsam aber sicher wird es immer kälter und die Menschen am Hof müssen sich daran gewöhnen, sich warm anzuziehen. Bald kommt der Winter und bringt viel Neues mit auf den Esperanza-Hof. Nach der Schule freuen sich die Jugendlichen auf ihr warmes Zuhause, wo ein frisch gekochtes Mittagessen auf sie wartet.
Danach geht’s ans Hausübung machen, Reiten, Musizieren und vieles mehr. Inzwischen haben die braven und fleißigen TierpflegerInnen ihre verdiente Mittagspause. In der Winterzeit beginnt das Arbeiten für die Tierpfleger wieder um 14.00 Uhr, da es wenn auf Winterzeit umgestellt wird, auch früher dunkel wird.
Die Kinder können mit den Tieren einen schönen und friedsamen Winterspaziergang machen, wann auch immer sie möchten. Es gibt aber auch andere Möglichkeiten, wie z.B. das Reiten auf einem Pferd, mit einem/r BetreuerInnen zu seinem/ihrem Lieblingstier zu gehen und es zu verwöhnen. Alles ist möglich.
Danach haben sich alle einen warmen Kakao oder Tee verdient. Die BetreuerInnen haben viele Dinge zu erledigen, die manchmal sogar nur schwer lösbar sind, dennoch meistern sie ihre Aufgaben ohne Probleme. Genauso nehmen sie sich für uns Jugendliche Zeit, um gemeinsam viel Spaß zu erleben, mit uns zu singen und zu tanzen, bis wir alle müde und zufrieden sind.

An den Wochenenden dürfen wir Kinder, je nachdem wie es vereinbart ist, nach Hause fahren. Das ist aber bei jedem/r anders, da wir nicht alle dieselben Familiensituationen haben. Jedoch versuchen die BetreuerInnen uns ein gutes Zuhause zu vermitteln. Und das gelingt ihnen wirklich gut: Hier auf Esperanza ist es wie ein zweites Zuhause und wie eine große Familie. Wir feiern genauso Feste und erleben viele schöne Dinge miteinander. Im Winter haben wir viele andere Möglichkeiten, die wir im Sommer nicht haben, zum Beispiel können wir gemeinsam Skifahren und Snowboarden gehen. Auch am Abend ist noch viel los, wir richten gemeinsam das Abendessen her, spielen gemeinsam, räumen zusammen die Küche auf... Meistens gibt es nach dem Abendessen eine Zimmerstunde, die für uns Jugendliche eine gute Möglichkeit ist, zur Ruhe zu finden. In dieser einen Stunde haben wir genauso Zeit für Körperpflege oder übrige Sachen, die wir noch erledigen müssen. In der Zwischenzeit haben unsere BetreuerInnen ein bisschen Zeit, um die „Tagesdoku" zu schreiben oder andere Dinge zu erledigen. Manchmal haben wir danach noch einen gemütlichen Abend, wo wir gemeinsam zusammensitzen und musizieren oder plaudern. Nun ist es schon für manch jüngere Kids, ,,TIME TO SAY GOOD NIGHT“! Der Abend geht langsam, aber sicher zu Ende und eine hoffentlich wundervolle Nacht beginnt.


Neues über das Verhältnis Mensch und Tier

Wie organisieren sich Tiere ihr soziales Miteinander? Nehmen Tiere Abschied, wenn sie sich für gewisse Zeit voneinander trennen? Begrüßen sie einander, wenn sie sich wiedertreffen? Haben Tiere ein soziales Gedächtnis? Dr. Kurt Kotrschal, Biologe und Verhaltensforscher, sowie Leiter des Konrad Lorenz Instituts der Universität Wien, erforscht das Leben von Hunden und Wölfen und spricht über die Bedeutung der Begegnung zwischen Mensch und Tier für die menschliche Entwicklung. Zur Mediathek des Bayrischen Rundfunks:


Zum Nachdenken …

Ein Text über Tierversuchslabors von MARA

Ich werde heute meine persönlichen Meinung über die Unterschiede zwischen guten und nicht guten Labors vorstellen. Und ein bisschen allgemein über Versuchstiere erzählen:
Gleich im Voraus: Wie man zu Tieren ist, ist man auch zu Menschen!
Ich mache gerade die Ausbildung zur Tierpflegerin auf Esperanza. Esperanza ist ein großer Hof, wo Tiere, Jugendliche und Erwachsene zusammen leben. Wir haben um die 70 Tiere, Alpakas, Schafe, Ziegen, Schweine, Pferde, Hühner, Enten, Hunde, Katzen, Eseln, Meerschweinchen und Vögel. Meine Grundeinstellung zur Tierpflege ist, den Tieren zu helfen und es ihnen so schön wie möglich zu machen so weit es geht. Tiere waren schon vor unserer Zeit da und haben allein deswegen meiner Meinung nach mehr Respekt verdient, als sie bekommen... auch wenn es „nur“ Kaninchen oder Mäuse sind. Dadurch, dass ich die Lehre mache, muss ich natürlich auch in die Berufsschule, wo wir auch in Tierlabors Praktikum haben. Natürlich hat man gleich vorab Vorurteile gegenüber Tierlabors, wenn man nicht selber dort arbeitet. Man hört von ArbeitskollegInnen, wie grauslich es dort zugeht und wie arm die Tiere dort sind. Ich habe am Anfang gar nicht gewusst, für was alles die Tiere eingesetzt werden. Da geht es wohl vielen so wie mir... man macht sich gar keine Gedanken darüber… Medikamente sind vielleicht noch am bekanntesten, z.B. gegen Krebs und vielleicht noch Kosmetik, aber an Zigaretten, Gewand, Essen, Shampoos, Cremen, Nahrungsergänzungsmittel, Forschung, Psychologie und und und … denkt fast keiner!

Ein bisschen Grundwissen: Seit 2004 ist es in Österreich verboten Kosmetik zu testen und seit 2005 dürfen an Menschenaffen und Gibbons keine Tierversuche mehr durchgeführt werden. Der LD50-Test ist auch in Österreich verboten.
*Kosmetik: Seit 2003 sind innerhalb der EU Tierversuche am kosmetischen Endprodukt verboten. Seit 2009 auch die Inhaltsstoffe bzw. Rohstoffe. Was aber nicht heißt, dass sie tierversuchsfrei sind. Man kann sie auch aus anderen Ländern wie England oder Holland hernehmen.
*Menschenaffen und Gibbons: Sind nur in Österreich verboten! Versuche werden trotzdem gemacht.
*Der LD50-Test: Bei diesem Test müssen 50% der getesteten Tiere daran sterben, damit dieser Versuch Wirkung hat. Vor allem bei Botox wird er angewendet. Die Tiere bekommen es in die Bauchhöhle gespritzt. Sie müssen teilweise mehrere Tage mit Lähmung und Atembeschwerden leben, bis sie erlöst werden.

Meine Persönliche Meinung: Was ist ein gutes und was ist ein nicht gutes Labor? Ist Labor überhaupt gut?
Ganz allgemein finde ich es, ehrlich gesagt, traurig, dass man Tiere als so nutzlos sieht und man als Mensch die Macht des Sprechens und des Stärkeren (nicht immer sind Tiere schwächer schon gar nicht was Charakter betrifft) ausnutzt, um sie für so was herzunehmen! Das Grundproblem liegt darin, dass Labormenschen Tiere als Dinge ansehen... aber nicht alle! Hier frage ich mich oft, ob es nur Schutz ist: Schutz, weil man sieht, dass die Tiere in Extrem- Zuständen leben und einem einfach nur leid tun können - was, glaub ich, öfter der Fall ist... Aber ich glaube auch, dass es welche gibt, die diese „Macht“ ausnutzen, auch wenn es vielleicht unbewusst ist. Aber dieses Problem liegt dann schon in der Kindheit, traue ich mich zu sagen; oder auch wegen des Geldes...
Es fängt einfach grundsätzlich bei den Menschen, die dort arbeiten an, ob es eine gute oder schlechte Haltung ist. Viele Menschen regen sich auf oder protestieren gegen Tierversuche, aber fast alle kaufen Medikamente (einmal Husten da, einmal Wunde hier...) oder rauchen. Alle haben Gewand an oder tragen vielleicht Make up. An das sollte man, finde ich, auch denken. Es ist einfach ein sehr heikles Thema, weil man alles wieder gut argumentieren kann, was dagegen oder dafür spricht...
Deswegen finde ich, sollte sich jeder und jede seine/ihre eigene Meinung dazu bilden und nicht weil man was hört, irgendwo mitziehen und sich nicht selber darüber informieren. Diesen Fehler machen wir Menschen leider zu oft. Was man einfach nicht vergessen sollte, ist, dass die Tiere was für uns Menschen tun und gleichzeitig leider oft sehr darunter leiden müssen, wenn es ein Labor ist, wo die Liebe und die Wertschätzung der Tiere schon verloren gegangen ist.
Ein gutes Labor bedeutet für mich, dass es sauber ist, dass die Tiere gut behandelt werden und dass man wertschätzt, dass die Tiere eigentlich was für uns Menschen tun, was oft vergessen wird. Dass ihnen die Haltung, so fern es aus Geldgründen möglich ist, schön gemacht wird, sie jeden Tag saubere Ställe haben und frisches Wasser und Futter bekommen - nicht alles einfach draufgelehrt bekommen, sodass sie vom frischen Futter nichts haben. Und dass die MitarbeiterInnen ein gutes Herz haben.
Was für mich auch dazugehört ist, dass nur Versuche gemacht werden, die nicht dem Botox unterliegen oder anderen Sachen, die absoluter Luxus sind und nicht sein müssen, sondern wenn’s schon sein muss, Versuche für Medikamente, Forschung zu Krebs und solche Dinge. Was nicht sein sollte, ist, dass die Tiere lieblos umgesetzt werden, die Käfige überfüllt so sind, dass sie sich fast schon gegenseitig niederrennen und anfressen oder die Käfige so verdreckt sind, dass es schon an Quälerei grenzt.
Dass man, wenn es schon nötig sein sollte, die Tiere zumindest auf eine nicht qualvolle Art sterben lässt: Sie nicht gegen die Kante hauen und halbtot in den Mist schmeißen, sondern in die Vergasung schicken, wo sie eigentlich nicht so leiden müssen. Oder die Tiere, die Junge bekommen von den anderen wegsetzen...
Mir fällt soviel ein… natürlich kann man das alles nicht umsetzen. Man kann es keinem (!!!) Tier in Gefangenschaft, egal ob Zoo, im Kinderzimmer oder Labor so einrichten, dass es artgerecht ist! Auch wenn das Gesetz was anderes sagt! Aber man kann es ihnen so schön und gut wie möglich machen...
In freier Wildbahn haben sie ja genauso ihre Nachteile: Wenn es kalt ist, ist es kalt, wenn es kein Futter gibt, gibt es kein Futter! Jedes Tier, das mit uns lebt, tut etwas für uns. Wenn es „nur“ ein Hund ist, der uns Liebe und Dasein schenkt oder sie Labor-Tiere, die die schwerste Arbeit haben, die sich für alles, was wir essen, tragen, was uns gesund oder schön macht, opfern und nicht einmal sagen können, ob sie es wollen oder nicht.
Und jetzt können wir alle mal nachdenken und uns fragen … ??? Machen wir Menschen nicht auch Sachen, die wir gar nicht machen wollen und sagen oft nichts bzw. können nichts ändern, weil es höhere Menschen gibt, die es entscheiden? Schenken wir nicht auch oft Liebe her und bekommen keine erwidert und werden sozusagen auf die Straße gesetzt? Wir sind ihnen sehr ähnlich unseren Tieren, die unsere Erde aufrecht erhalten, die unsere Leben schön machen und die uns zu Gesundheit verhelfen…
Sie haben den größten Respekt von uns verdient! Achtung, retten


Achtung, retten Sie unsere Blumenwiesen!

Lieben Sie bunte Blumenwiesen auch so wie wir?
Dann unterschreiben Sie JETZT! Die österreichische Politik plant eine Schlechterstellung von Blumenwiesen, Hutweiden und Almen bei der landwirtschaftlichen Betriebsprämie. Das bedroht die letzten artenreichen Kulturlandschaften: Protestieren Sie jetzt mit uns:


IMPRESSUM
Medieninhaberin: ESPERANZA, Mag. Martina Kotzina

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© ESPERANZA – Zentrum für tierunterstützte Pädagogik
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