Grenzen überwinden: Tier und Mensch
Der Newsletter 1/14 von Esperanza


Themen im April 2014
E  Esperanza und Green Chimneys am TAT-Symposium
S  So tolle Ferienaktionen …
P  Portraits – Hexi, das Schaf
E  Erstaunlich und einzigartig: Fräulein Brehms Tierleben
R  Reparieren leicht gemacht!
A  animal.fair – Ethisch einkaufen
N  Neue Tipps zum Thema Nachhaltigkeit
Z  Zum Liebhaben… Unsere Kids und ihre Pflegtiere
A  Auf zum Michaelihof!



Esperanza und Green Chimneys am TAT-Symposium

Green Chimneys, ein Projekt für Kinder und Jugendliche in New York State, das mit tierunterstützter Pädagogik arbeitet, hat eine besondere Bedeutung für die Geschichte von Esperanza: Ein Besuch der Green Chimneys Farm inspirierte Mag.a Martina Kotzina zur Gründung von Esperanza, dem Zentrum für tierunterstützte Pädagogik.
Fast 20 Jahre später gibt es nun die Gelegenheit, an einem gemeinsamen Workshop von Michael E. Kaufmann, Direktor von Green Chimneys aus den USA und Martina Kotzina, Leiterin von Esperanza im Rahmen des TAT-Symposiums von 19. bis 20.September teilzunehmen: Die beiden berichten aus ihrer langjährigen Praxis und stellen sich mit den WorkshopteilnehmerInnen der spannenden und wichtigen Frage: „Was braucht es, um Tiere nicht an ihre Grenzen zu bringen und somit einen (Lebens)wichtigen Nährboden für die pädagogische Arbeit zu schaffen.“ Ein Termin, den man nicht versäumen sollte!
7. Internationales TAT-Symposium „Grenzen und Möglichkeiten tiergestützter Interventionen“
9.+20. September 2014
Veranstaltungsort: Veterinärmedizinische Universität
Wien, A-1210 Wien, Veterinärplatz 1, Hörsaal B (Gebäude FA) Anmeldeformular


So tolle Ferienaktionen ...

Der Sommer rückt wieder näher. Wir möchten hier auf zahlreiche spannende und lustige Ferienaktionen für Kinder und Jugendliche aufmerksam machen. Zunächst gibt es Anfang Juli auch heuer wieder die Ferienaktion auf unserem Esperanza-Hof. Außerdem bietet eine unserer hochgeschätzten Kolleginnen Ulla Hagenstein den ganzen Sommer über ein abwechslungsreiches Ferienprogramm mit Pferden in Salzburg an.

Esperanza Ferienaktion 2014
5. Juli bis 19. Juli 2014


max. 6 Kinder und Jugendliche, Mindestalter: 8 Jahre Zwei Wochen lang können sich Mädchen und Burschen, die in eine schwierige Lebenslage geraten sind und aus pädagogischer Sicht eine intensivere Betreuung benötigen, bei uns am Zandlberg eine Pause vom Alltag nehmen und neue Energien tanken. Nach einer Morgenbesprechung verbringen wir den Vormittag damit, wichtige Dinge zu organisieren und uns und die Tiere optimal zu versorgen. Der Nachmittag ist die Zeit für kürzere und auch längere Ausflüge. Wenn uns das Wetter keinen Strich durch die Rechnung macht, kochen wir im Freien, unterhalten uns abends am Lagerfeuer und übernachten in Zelten und auch im Tipi. Die Zeit in der Gruppe bietet uns neue Chancen für Veränderungen von Verhaltens- und Sichtweisen, der Umgang mit den Tieren stärkt unser Selbstwertgefühl und lässt uns eigene und fremde Bedürfnisse erkennen. So können Klärungs- und Entscheidungsprozesse in Gang gebracht werden. Im Anschluss an diese heilpädagogische Ferienaktion besteht übrigens die Möglichkeit einer Nach- und Weiterbetreuung je nach persönlichem Bedarf und nach Vereinbarung mit der zuständigen Abteilung für Kinder- und Jugendhilfe.
Bei Interesse setzen Sie sich doch einfach mit uns in Verbindung! info@esperanza.at oder www.esperanza.at

...Spiel und Spaß mit Pferden…
Juli, August, September 2014
www.binsein.at


Erlebniswoche von 14. – 18. Juli setzt sich aus 5 unabhängigen Programmvormittagen zusammen, die sowohl einzeln als auch in Kombination gebucht werden können.
Dauer jeweils von 9 – 12:30 Uhr für Kinder von 7 – 13 Jahren
Kosten für 1 Tag Euro 30.--, 3 Tage Euro 85.--, für die ganze Woche 135.—

Erlebnistag am 29. Juli (Übernachtung möglich) Die Erlebnistage stehen immer unter einem bestimmten Motto (z.B. Indianer, Naturgeister, Spurensuche, …) und wir verbringen die meiste Zeit mit den Pferden in den umliegenden Wiesen und Wäldern. (max. 10 Kinder ab 10 Jahren)
Dauer 10 - 16 Uhr
Kosten Euro 55.-- (Übernachtung Euro 45.— inkl. Pferdespaziergang, Lagerfeuer, Abendessen, Frühstück, …)

2 Pferdevormittage mit Spiel, Spaß & Wissen für Kleinere am 11. & 12. Aug. Was fressen die Pferde? Wo schlafen sie? Haben sie Freunde? Wie reden sie und wie können wir mit ihnen reden? ... Dies und vieles mehr versuchen wir - natürlich gemeinsam mit den Pferden - herauszufinden. Spiel und Spaß stehen im Vordergrund.
Dauer: 9 - 12:30 Uhr
Kosten pro Kind/Tag Euro 30.— für Kids von 4 – 7J.

neu!!! Pferdeflüsterwoche 4. – 8. August (mit Übernachtung!) Wir wollen Pferde verstehen und uns mit ihnen und auf ihnen wohlfühlen. Der Umgang vom Boden aus nimmt einen wichtigen Platz ein, um das Pferd als Partner kennen- und verstehen zu lernen. Putzen, Versorgung und Pflege gehören dazu ebenso wie individuelle Förderung, der Spaß und die Erfahrung am Pferd.
Dauer: Mo 9:00 Uhr bis Fr 16:00,
Kosten Euro 320.—(max. 8 Kinder ab 8J.)

durch Pferde stärken am 2. 9. für VS und am 3. 9. für NMS, GYM Wir bringen uns gemeinsam - mit und ohne Pferde - in Balance, finden heraus, was uns stark macht und wie wir uns auch selbst stärken können. Wir lernen einfache Tricks und Übungen, die uns im Schulalltag Gelassenheit und Mut geben. Natürliche stehen Genuss und lustvolles Tun im Vordergrund.
Dauer 17:00 - 19:30 Uhr,
Kosten Euro 50.— (max. 4 Kinder pro Termin) Kontakt


Portraits – Hexi, das Schaf

Diesmal haben wir die Leaderin unserer Schafe gebeten, ein bisschen von sich zu erzählen. Hexi ist seit 2001 bei uns und ist ein äußerst zutrauliches und kuscheliges Schaf, das es aber, wie der Name verspricht, auch faustdick hinter den Ohren hat! Man sollte Hexi jedenfalls niemals den Rücken zukehren… Aber jetzt lassen wir unsere Hexi selbst zu Wort kommen:
„Ich bin ein Junges von der Herde eines Wanderschäfers und war zu schwach, um mit der Herde mitzuziehen. Ich wurde von einer Familie in Purgstall mit dem Fläschchen aufgezogen. Im Frühjahr war ich dann schon zu groß für den Garten und so bin ich zu Esperanza gekommen.
Hexi
Als ich gekommen bin, war ich wie ein Hund und sehr auf Menschen bezogen, ich bin mit ihnen frei mitgegangen. Das hat sich insofern geändert, als ich erstens Mutter wurde und daher neue Interessen entwickelte und zweitens nun das Leitschaf dieser Herde bin. Wir sind sechs und ohne mich läuft gar nichts. Die andren bleiben immer hinter mir und sind schon ein bisschen feig. Ich finde die Zweibeiner hier ja ganz und gar nicht bedrohlich, sie können ja nichts dafür, dass Ihnen zwei Beine fehlen... Aber das kapieren die andren noch nicht so ganz.
Ich geh auch gern mit den lustigen Zweibeinern spazieren ab und an. Offenbar ist das ein wenig ungewöhnlich – jedenfalls machen die immer ein Mordsgetue drum. Außerdem liebe ich es, seitlich am Maul gestreichelt zu werden und ich gebe auch gerne Schlabberbussis. Aber bitte: Dreht euch nicht mit dem Rücken zu mir, das reizt mich unglaublich …!“

Falls Ihnen Hexi gefällt oder Sie sie gern näher kennen lernen möchten, wäre vielleicht die Möglichkeit, Tierpate/Tierpatin zu werden, genau das Richtige für Sie. Fall Sie Interesse daran haben, eine Tierpatenschaft zu übernehmen, werfen Sie doch einfach einen kurzen Blick auf unsere Homepage:
Pate werden


Eine Reise ins Tierreich: Fräulein Brehms Tierleben

Heutzutage weiß fast jeder, dass viele unserer heimischen Tierarten vom Aussterben bedroht sind, doch leider kennt kaum ein Laie mehr als 5 Vogelarten oder weiß, dass Wölfe nur im Familienverband leben. Der persönliche Zugang zur Tier- und Pflanzenwelt mit all ihren Geheimnissen und ihrer Faszination geht in der breiten Öffentlichkeit zunehmend verloren. Dies stellt Naturschutzorganisationen und Naturschützer vor eine Herausforderung. Geführte Wanderungen würden so manches Herz für die Fauna und Flora sicherlich mit Begeisterung erfüllen. Doch kann man 8,5 Mio. Menschen in Österreichs Wälder, Wiesen und Felder führen? Nun, wenn der Mensch nicht in die Naturwelt kommen kann, um ihre Geheimnisse zu erleben - so muss er dort abgeholt werden, wo er steht.

Angelehnt an das zoologische Nachschlagewerk des Sachbuchautors Alfred Edmund Brehm (1829–1884) erfand die Schauspielerin und Regisseurin Barbara Geiger die Protagonistin Fräulein Brehm, die inzwischen bereits mehreren Theaterstücken von ihren Beobachtungen und Begegnungen mit einheimischen Tieren erzählt. Sie zieht die Zuschauer mehr und mehr in den Bann der geheimnisvollen Tierwelt, ist Sympathieträger und fungiert als Brücke zwischen Öffentlichkeit und moderner Feldbiologie. Anders als im herkömmlichen Theater kann das Publikum ausgewählte wissenschaftliche Exponate, wie Sendehalsbänder oder Knochen anfassen, Stimmen der Tiere hören und ihre Bilder sehen. Damit wird die Reise mit der Protagonistin zu einem erlebnisreichen Abenteuer. Die während den Veranstaltungen lebendig vermittelten Informationen sind dennoch stets wissenschaftlich fundiert.

Anders als bei Alfred Brehms Tierlexika, und der heutigen Gesellschaft entsprechend, geschieht die Wissensvermittlung in spannenden, wissenschaftlich fundierten Events auf eine multimediale und multisensorische Art. Es darf geschaut, gerochen, gehört, geschmeckt und berührt werden! Unterschiedliche Gewichtung kann je nach Anforderung des Publikums gewährleistet werden. Zum Beispiel gehörlose oder sehbehinderte Menschen können durch entsprechende sinnliche Fokussierung innovativ einbezogen werden.

Fräulein Brehms Tierleben verflechtet handfeste Wissenschaft, praktische Feldforschung und tiefe Einblicke in tierische Zusammenhänge zu einem theatralischen Ganzen. Jedes der Theaterstücke wird mit neuesten Forschungsergebnissen versehen und laufend aktualisiert. Barbara Geiger entwickelt jedes Manuskript aus intensiven Recherchen, stattet den Tieren selbst so einige Besuche ab, durchstöbert wissensdürstend die naturhistorischen Archive und Bibliotheken und lauscht den Erfahrungsberichten der Feldbiologen. So entstanden bisher sechs Theaterstücke zu sechs verschiedenen Tieren: Bär, Luchs, Wolf und Wildkatze, sowie Regenwurm, Ameise und Wildbiene sind bereits im Repertoire des Fräuleins. Insgesamt zehn Bände von Brehms Thierleben stehen auf dem Programm.

Im Zusammenklang von Theater und Biologie schafft Fräulein Brehms Tierleben auf leichtfüßige Art und Weise ein Bewusstsein für unsere Umwelt. Das Fräulein pflanzt mit der Wahrhaftigkeit ihrer Schilderungen und dem Verständnis für biologische Zusammenhänge den Keim für ein ökologisches Weiterdenken.

Und wo ist das Fräulein nun zu finden? Fixe Vorstellungen an den Wochenenden gibt es im Berliner Natur-Park Schöneberger Südgelände, die Veranstaltungen sind aber auch für Schulen, Museen, Zoos oder Wildtierparks buchbar.
Außerdem ist dieses tolle, aber doch aufwändige Projekt auf Spenden angewiesen. Wir möchten hiermit unsere Stimme für Fräulein Brehm erheben und auf dieses einzigartige Projekt aufmerksam machen. www.brehms-tierleben.com


Reparieren leicht gemacht!

Die Umweltberatung hat unter dem Motto „Reparieren bringts!“ ein feines Projekt ins Leben gerufen: das Reparaturnetzwerk. Auf der Website finden sich zahlreiche Betriebe, die kostengünstig Reparaturen anbieten und das vielfach in Fällen, in denen man normalerweise mit der Aussage „Also das zahlt sich wirklich nicht mehr aus!“ weggeschickt wird. So erspart man sich Geld und schont obendrein unsere Müllberge. Außerdem werden einfache Tipps und Tricks gesammelt zu vielen verschiedenen Themen: Wie man zum Beispiel seinen Drahtesel im Frühling wieder fit bekommt oder wie eingerostete Gartengeräte wieder flott für den Betrieb gemacht werden können. Auch wie man seine Küchenmesser schön scharf hält oder wie sich ein langsam gewordener Computer wieder „aufpimpen“ lässt. Das Reparaturnetzwerk umfasst eine Datenbank, in der nach unterschiedlichen Sparten gesucht werden kann: Audio, TV, Telefon, KFZ, Fahrrad, Haushaltsgeräte, Heizung, Sanitär, Computer, Elektrowerkzeug und vieles mehr. Zusätzlich werden Unternehmen und Betriebe aufgelistet, die innerhalb der obengenannten Bereiche Second-Hand-Geräte verkaufen. Ein weiteres Plus ist außerdem das im Rahmen der Initiative „Natürlich weniger Mist“ gegründete Transportservice des Reparaturnetzwerks, das allerdings leider nur im Raum Wiens genutzt werden kann. Diese Website ist jedenfalls einen Blick wert: www.reparaturnetzwerk.at


animal.fair

Durch unser Konsumverhalten richten wir oft unwissend sehr viel Leid an, Leid an unseren vierbeinigen FreundInnen. Das gilt nicht nur für Lebensmittel wie Fleisch oder Milchprodukte, auch alltägliche Konsumartikel wie Kleidung, Putzmittel, Kosmetika oder Spielwaren enthalten tierliche Stoffe oder problematische Substanzen, die in Tierversuchen getestet werden. Doch zu fast allen konventionellen Produkten gibt es tierfreundliche Alternativen. Diese sind im Pocket Guide von animal.fair zusammengefasst. Ein hilfreiches Nachschlagewerk für tierleidfreies Einkaufen in ganz Österreich, für all jene, denen ethisches Einkaufen am Herzen liegt. Herausgegeben wird dieser wirklich informative Führer im Kleinformat von dem gemeinnützigen Verein animal.fair.

animal.fair Einkaufsführer im Pocketformat, 176 Seiten.
Bestellbar auf der ohnehin sehr lesenwerten Seite: www.animalfair.at


Neue Tipps zum Thema Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist uns auf Esperanza wichtig. Zum Esperanza-Prinzip gehört auch das Wissen um die Pflege und Wertschätzung unseres Planeten. Daher nützen wir unseren Newsletter auch immer wieder dazu, um ökologische, nachhaltige oder ressourcenschonende Projekte vorzustellen. Beide Projekte, die es diesmal in unseren Newsletter geschafft haben, beschäftigen sich mit dem Thema „Wiederverwertung“ zur Reduktion von Abfall.

„So gut wie neu“ – Die Tauschplattform
Kennen Sie das auch: Die Dinge zuhause werden immer mehr, neue, technisch bessere Geräte werden gekauft, aber Sie haben einfach nicht das Herz die alten, noch funktionierenden Sachen wegzuschmeißen? Um die Berge an Müll ein bisschen mehr einzudämmen, soll eine neue Tauschplattform dabei helfen, Müll zu vermeiden. Die Niederösterreichischen Umweltverbände und das Land NÖ starteten eine Initiative, um schnell und möglichst einfach gebrauchsfähige Güter zum Verkauf oder auch Tausch anbieten zu können: Die Internetplattform www.sogutwieNEU.at. Hier können Dinge unterschiedlichster Art, die zwar nicht kaputt oder defekt sind, aber dennoch zuhause keinen Platz mehr finden, verkauft oder getauscht werden. Viele Dinge, die am Müllplatz landen, sind noch einwandfrei und voll funktionstüchtig. Das alte Sofa, das tolle Fernsehgerät, dessen Bildschirm plötzlich zu klein scheint, Gartengeräte, die durch neuere ersetzt wurden, aber noch einsatzbereit wären... All das findet nun seinen Platz auf der neuen Tauschplattform. www.sogutwieNEU.at

Foodsharing
Sie kennen das bestimmt: Sie haben die Zeit übersehen und die Geschäfte haben schon geschlossen? Foodsharing bietet die Möglichkeit gezielt nach Lebensmitteln in der Umgebung zu suchen, die von anderen NutzerInnen bereitgestellt wurden. Ebenso ist es Ihnen auch möglich, einen so genannten Essenskorb aus Lebensmitteln, die Ihnen überbleiben oder die Sie nicht mehr zeitgerecht verwerten können, zusammen zu stellen und online anzupreisen. Foodsharing ist eine Kooperative, die gegründet wurde, um den Anteil an Lebensmitteln, die gekauft, nicht konsumiert und schließlich im Müll landen, zu verringern. Unglaubliche 30% unserer Einkäufe wandern mit einem kurzen Umweg über unsere Kühlschränke auf die Mülldeponie. Doch damit ist nun Schluss: Foodsharing bietet eine einfache und kostenlose Möglichkeit, überschüssige, einwandfreie und genusstaugliche Lebensmittel anzubieten oder abzuholen. Geteilt wird über die Internetplattform www.myfoodsharing.at


Zum Liebhaben… Unsere Kids und ihre Pflegetiere

Diesmal porträtieren zwei unserer jüngsten MitbewohnerInnen auf Esperanza ihre Lieblinge:

Marcel schreibt über sein Pflegetier Czar. Czar ist ein Huzulenpferd, eine Wildpferde-Rasse aus der heutigen Ukraine. Der Huzule gilt als ausgesprochen robust, gesund und langlebig sowie instinktstark. Sein freundlicher Charakter, die sprichwörtliche Nervenstärke und Trittsicherheit machen ihn zu einem nahezu idealen Wanderreitpferd. Außerdem eignen sie sich ganz wunderbar zur Hippotherapie. Huzulen sind heute leider sehr selten, die Rasse wird inzwischen als „hochgefährdet“ vom Aussterben eingestuft und wird daher von der Arche Austria geschützt. Czars voriger Besitzer hatte einen schweren Unfall und konnte danach nicht mehr reiten. Daher lebt Czar nun auf Esperanza. Ramona erzählt uns vom Alpaka Ebony, das sie sich als Bezugstier gewählt hat. Das Alpaka ist eine aus den südamerikanischen Anden stammende Kamelform, die vorwiegend ihrer Wolle wegen gezüchtet wird. Alpakas sind wie alle Kamele soziale Tiere (Herdentiere) und fühlen sich in Gruppen am wohlsten. In Europa wird Alpakawolle bisher eher wenig genutzt. Alpakas werden in Europa aufgrund ihres ruhigen und friedlichen Charakters auch in der tiergestützten Therapie eingesetzt.
Mit Ramona und Marcels Beitrag stellen wir Ihnen auch unser Projekt Pflegemensch-Pflegetier vor. In diesem Projekt übernimmt ein Mensch am Hof ganz bewusst die besondere Verantwortung für ein Tier und widmet ihm in den eigenen Pausen Extraportionen Zeit und Aufmerksamkeit, Streicheleinheiten und kleine „Geschenke der Freundschaft“. Pflegemensch und –tier finden fast immer aus tieferen Gründen zusammen; viele verbindet eine Gemeinsamkeit in Ihrer Wesensart oder in ihrer Geschichte.


EBONY
Alpakas kommen aus Chile, Peru und Bolivien. Sie werden bis zu 20, manchmal sogar 25 Jahre alt und erreichen eine Größe von ca.80 bis 100 cm Schulterhöhe. Ihr Körpergewicht beträgt 60 bis 70 Kilogramm. Auf Esperanza haben wir 6 Alpakas. Sie sind sehr scheu. Man muss langsam Vertrauen aufbauen wie z.B. sich behutsam den Tieren nähern oder beim Füttern Abstand halten. Mein Pflegetier ist auch ein Alpaka namens Ebony, sie hat ein schwarzes Fell und ist sehr scheu. Doch ich arbeite daran, dass ich ihr Vertrauen gewinne. Dazu besuche ich sie, so oft ich kann. Anfangs kam Ebony nicht zu mir, auch wenn ich ein Leckerli für sie hatte. Inzwischen kommt sie sofort näher und dreht mit mir eine Runde im Gehege. Während des Fütterns lässt sie sich sogar manchmal streicheln. Ich habe Ebony als Pflegetier ausgesucht, weil ich Alpakas sehr interessant finde. Mich interessiert ihre Art untereinander zu kommunizieren. Sie machen witzige Laute. Außerdem mag ich, dass sie so zurückhaltend sind und lieb. Sie sind sehr sanftmütige Tiere. Wenn sie sauer sind, beißen sie nicht, sondern spucken. So richtig aggressiv oder böse werden sie nie. Außerdem hat sie auch eine Eigenschaft wie ich, sie vertraut nicht gleich jedem.
von RAMONA

CZAR
Huzulen sind eine Polnische Wildpferde Rasse, dazu gehört auch mein Pflegetier Czar. Mein Pflegetier ist sehr oft ein Schlingel, was aber nicht weiter schlimm ist, denn er ist auf eine nette Art ein Schlingel.
Zum Beispiel will er immer ein Leckerli, aber er bekommt nur eins, wenn er brav war, bis auf mich, ich gebe ihm immer eins, weil ich seine Blicke einfach nicht aushalte. Also geb ich im eins und das dann jedes mal und ich glaube, dass er jetzt weiß, dass er immer eins bekommt, also versucht er jedes mal eins zu bekommen.
Oder oft legt er seinen Kopf auf meine Schulter und lässt ihn hängen, also muss ich seinen Kopf so zu sagen tragen. Dabei gibt er mir seit kurzem auch Bussis, was ich süß finde. Er ist einfach ein Medium in sich und als ich ihn das erste Mal gesehen habe, wusste ich, ich will ihn als Pflegetier haben.
von MARCEL


Auf zum Michaelihof!

Der dritte Teil der Esperanza Fortbildung 2014
04. und 05. Juni 2014
Modul 3 „Das Esperanza-Prinzip in seiner praktischen Anwendung“
mit Franz Prenner und Martina Kotzina von Esperanza
Wanderreitführer und Erziehungshelfer Franz Prenner, mit dem wir bereits in den letzten Jahren erfolgreiche Wanderreittouren unternommen haben, wird Sie auf seinem Michaelihof in die Grundlagen des „Natural Horsemanship“ einweisen. Gemeinsam verdeutlichen wir, wie sich diese Methode nach dem bewährten Esperanzaprinzip mit den Anliegen und Inhalten der tierunterstützten Pädagogik verbinden lässt. Mit im Team: die Pferde vom Michaelihof und Hunde von Esperanza. Die Fortbildung findet in Pinggau, Steiermark, statt. Schnell anmelden! Es sind noch Plätze frei… www.esperanza.at


IMPRESSUM
Medieninhaberin: ESPERANZA, Mag. Martina Kotzina

Die Infos wurden sorgfältig ausgewählt. Es wird jedoch keine Haftung übernommen. Verwendung des „ESPERANZA NEWSLETTER“ (erscheint mehrmals jährlich mit Informationen, Terminen und Veranstaltungen von Esperanza im Rahmen der tierunterstützten Pädagogik) über den privaten Gebrauch hinaus bitte ausschließlich nach Rücksprache.

© ESPERANZA – Zentrum für tierunterstützte Pädagogik
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