Esperanza – Ein Ort der Entwicklung
Der Newsletter 1/16 von Esperanza


Themen im Juni 2016

E  Ein neues Stallgebäude für unsere Tiere
S  Seminar – Traumapädagogische Basiskompetenzen
P  Pfau Amit als jüngster Neuzugang auf Esperanza
E  Ein wolliger Sonnenschein – unsere Sunny
R  Raum für eine neue Mensch-Tier-Begegnung
A  Auf in´s Mühlviertel – Eselwanderung 2016
N  Neues Zuhause für vier Flüchtlingsfamilien in Oberndorf/Melk
Z  Zeit für die Esperanza-Fortbildung im Herbst 2016
A  Auf Besuch – die Wiener Stadtzeitung „Falter“



Ein neues Stallgebäude für unsere Tiere:

Anfang April starteten die Bauarbeiten für das neue Zuhause unserer Tiere. Auf rund 470 m² können sich unsere Co-PädagogInnen ab Herbst so richtig wohlfühlen. Derzeit sind sie noch intensiv damit beschäftigt die laufenden Bauarbeiten neugierig zu beobachten, die Vorfreude auf den neuen Lebensraum ist aber schon deutlich zu spüren.

Im neuen Stallgebäude werden für unsere Pferde, Ziegen, Schafe, Alpakas und Eseln insgesamt 6 Einzelställe mit Koppelzugang und Zugang zum neuen Mensch-Tier-Begegnungsraum eingerichtet. Ergänzt werden die Stallungen um einen Therapieraum, der uns in Zukunft eine ganzjährige witterungsgeschützte heilsame Begegnung mit unseren Tieren im Übungs- und Therapiesetting ermöglicht. Die Einzelställe bieten viel Platz und werden nach den Wünschen und Bedürfnissen unserer Co-PädagogInnen gestaltet. Tier und Mensch werden sich so richtig heimelig fühlen und je nach Lust und Laune können wir Menschen künftig ganz komfortabel die besondere Erfahrung einer Stallübernachtung genießen.




Seminar – Traumapädagogische Basiskompetenzen:

Am 13. – 14. Juni fand für unser Gesamtteam der erste Teil der Weiterbildungsveranstaltung „Ich heiße Hans-Jörg und nicht Arschloch – Traumapädagogische Basiskompetenzen in stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe“ auf unserem Hof statt.

Hans-Jörg-Koten vom Zentrum der Traumapädagogik „Welle gGmbH“ in Hanau gab uns eine eindrucksvolle und praxisnahe Einführung in die Traumaarbeit im pädagogischen Alltag. Für unsere PädagogInnen aber vor allem auch für unsere MitarbeiterInnen in der Tierpflege im Hausservice und in der Administration war es sehr spannend zu sehen, wie die pädagogische Präsenz im Alltag reflektiert und verbessert werden kann. Unser Gesamtteam hat sich zum Ziel gesetzt, diesen Ansatz als integrativen Bestandteil unserer Haltung des Zusammenlebens am Hof zu erkennen und zu fördern. Mit einem 2-tägigen Seminarblock im Herbst wird diese Weiterbildung für unser Team fortgesetzt.



Pfau Amit als jüngster Neuzugang auf Esperanza

Seit einigen Wochen glänzt unser Hof durch einen besonders auffälligen Neuankömmling –Amit. Der exotische Namen verrät bereits, dass Amit aus einem weit entfernten Land stammt, Indien - das Heimatland der blauen Pfauen!

Pfauen zählen zu den ältesten bekannten Ziervögeln und gehören zu den prächtigsten Vögeln, die wir kennen: Mit ihren schleppenartigen Schwanzfedern und den schillernden Farben sind sie unverkennbar.

Berühmt sind die männlichen Pfauen für die wundervollen Räder, die sie schlagen. Diese schlägt der Hahn während der Brautwerbung vor der Henne. Männchen und Weibchen tragen auf dem Kopf eine hübsche Federkrone. Pfauen sind sehr gesellige Tiere und leben in kleinen sozialen Gruppen mit einem Hahn und 3 bis 5 Hennen. Pfauen wollen zusammen leben und sich gegenseitig nahe sein. Unser Pfau hat ein sehr freundliches, neugieriges und umtriebiges Wesen und hat sich bereits intensiv mit unseren Hennen angefreundet. Was aber Amit noch fehlt ist eine Pfauen-Dame. Für die Unterstützung bei der Suche nach einer weiblichen Gefährtin für Amit wären wir sehr dankbar!

In freier Wildbahn bewohnen Pfauen vor allem hügeliges Gelände im Dschungel. Sie bevorzugen Plätze an Gewässern. Tagsüber halten sie sich meist im dichten Wald versteckt. Bei Gefahr erheben sie sich in die Luft, flüchten ins Gebüsch oder suchen auf einem Baum Schutz. Auf Bäumen verbringen sie auch die Nacht, um vor Raubtieren geschützt zu sein. Am Morgen und am Abend verlassen sie den Wald und suchen auf Feldern und Wiesen nach Nahrung (Getreide, Beeren, Insekten, Würmer und Schlangen). Weil sie sehr standorttreu sind, werden sie gerne in Parkanlagen frei gehalten.

Der blaue Pfau hat einen stark entwickelten Geruchs- und Gehörsinn. Außerdem ist er sehr wachsam und warnt mit seinen lauten, durchdringenden Schreien auch andere Tiere frühzeitig vor Gefahren. Nach indischem Glauben bringt der Schrei eines Pfaus Regen.




Ein wolliger Sonnenschein – unsere Sunny

Sunny ist unser Neuzugang bei den Schafen, seit rund einem Jahr bereichert sie die wollige Truppe mit ihrem Charme und ihrem jugendlichen Übermut. Sunny ist in unserer Schafherde sehr einfach zu erkennen, sie hat eine reinweiße Wolle, eine kräftige Statur und ihre Ohren stehen meist waagrecht vom unbewollten Kopf ab. Das sind typische Merkmale der Schafrasse Berrichon du Cher. Im Juni wird Sunny 1 Jahr alt, für uns Grund genug, Sunny nach ihrem Alltagsleben am Esperanza-Hof zu befragen:

Määähhhh, ich sage euch, so lässt es sich leben. Tag und Nacht kann ich tun und lassen was ich will. Der dick eingestreute Stall lockt mich bei schlechtem Wetter nach drinnen, und die saftige Wiese draußen duftet immerzu verlockend im Sonnenschein. Und noch besser ist das Dösen und Rasten mit den anderen Schafen. Dösen und rasten tun die anderen Schafe wirklich gerne, sie sind ja doch um viele Jahre älter als ich. Naja, ab und zu brauche auch ich eine Verschnaufpause, das ist klar. Nur rasten, grasen und wiederkäuen den ganzen Tag ist mir viel zu langweilig. Ich bin die jüngste in unserer Schar, und mein jugendlicher Übermut bringt die Ruhe und Ordnung ab und zu ganz gehörig durcheinander. Die „alten“ sind dann nicht immer so begeistert, aber ich find´s große Klasse! Neugierig wie ich bin, beobachte ich alles und jeden der in und um unseren Stall herumspaziert. Also schau doch mal vorbei.



Raum für eine neue Mensch-Tier-Begegnung

Im Zuge der heurigen Umbauarbeiten wird auch das gesamte Außenareal neu strukturiert und auf die Bedürfnisse unseres zentralen Betreuungsansatzes der tierunterstützten Pädagogik abgestimmt. Neben einer großen neuen Weidefläche für unsere Tiere und einem neuen Tiertrail rund um unser Gesamtgelände wird ein Mensch-Tier-Begegnungsbereich eingerichtet.

Der Mensch-Tier-Begegnungsraum ist einer der wichtigsten Innovationen in unserem Projekt, da dieser eine völlig neue Mensch-Tier-Beziehung ermöglichen soll. Auf ca. 2.500 m² können sich Tier und Mensch frei bewegen. Damit soll Neugierde geweckt und ungezwungene zufällige Begegnungen erfahrbar werden. Jede/r kann so in seinem/ihrem Tempo einen behutsamen Beziehungsaufbau genießen oder einfach nur entspannen. Gleichzeitig wird dieser Raum Gestaltungsressource sein, er wird von unseren Tieren und uns Menschen entwickelt werden und darf mit uns gemeinsam wachsen. Wir freuen uns auf viele schöne gemeinsame Stunden in unserem neuen Mensch-Tier-Begegnungsraum.



Auf in´s Mühlviertel – Eselwanderung 2016

Unsere einwöchige Eselwanderungen mit unseren Jugendlichen, Martina Kotzina und MitarbeiterInnen führt uns heuer in das schöne Mühlviertel. An den beiden letzten Tagen unserer Wanderung gibt es für Kurzentschlossene noch Plätze in unserem Weiterbildungsangebot:

Modul 4: „TGI Weiterbildungsangebot des ÖKL“ - TGI Lehrpraxis Eselwanderung mit Martina Kotzina und MitarbeiterInnen von Esperanza, 09.07. bis 10.07.2016, Mühlviertler Alm (Liebenau – Groß Gerungs)

Im Zuge unserer zweitägigen Eselwanderung erhalten Sie die einmalige Gelegenheit, das gelebte Esperanza-Prinzip im praktischen Umgang mit unseren Jugendlichen und unseren Tieren hautnah zu erfahren. Bei dieser Weiterbildung betreuen wir Sie sehr individuell und intensiv, um die Gruppenerfahrung im tiergestützten pädagogischen Kontext gemeinsam mit Ihnen zu reflektieren. Sie nehmen Anteil an der Prozessbegleitung der Jugendlichen, die im Kontext mit den Eseln besonders lehrreich und spannend ist. Bei diesem besonderen Erlebnis können Sie auch Ihr Wissen über Training und Umgang mit Eseln im tiergestützten Setting erweitern.

Die Kosten für 2 Tage Eselwanderung (pro Tag ca. 4 – 5 Stunden Wanderung) incl. 2 Picknicks, betragen 250 € /Person. Die Übernachtung wird von Esperanza organisiert und ist von den TeilnehmerInnen vor Ort an die Beherbergungsbetriebe zu zahlen. Es ist mit zusätzlichen Kosten für eine Übernachtung mit Halbpension von ca. 30 € zu rechnen (Bitte Schlafsack mitnehmen). Die maximale TeilnehmerInnenzahl ist mit 4 Personen/Tag beschränkt.

Das Anmeldeformular bitte ausgefüllt mailen an: info@esperanza.at






Neues Zuhause für vier Flüchtlingsfamilien in Oberndorf/Melk

Das „Pfandler-Haus“ in Oberndorf an der Melk bietet seit Mai für 20 Flüchtlinge aus Afghanistan und Iran eine neue Unterkunft. Der neue jüngste Mitbürger ist ein Jahr alt, die älteste neue MitbürgerIn 75.

Die Gemeinde, die Pfarre und die Diakonie unterstützen die AsylwerberInnen und bemühen sich um eine bestmögliche Integration in die Oberndorfer Dorfgemeinschaft. 2 Lehrkräfte aus der Gemeinde übernehmen den Deutsch-Unterricht, zwei Kinder besuchen bereits die Volksschule in Oberndorf. Dem persönlichen Einsatz von Gemeinderat Martin Gassner und Vizebürgermeister Seiberl ist es zu verdanken, dass diesen schutzbedürftigen traumatisierten Menschen eine Chance gegeben werden kann ein neues Leben in Sicherheit zu finden. Eine Immobiliengesellschaft aus Amstetten als neuer Eigentümer des „Pfandler Hauses“ hat mit ihrem Konzept leistbaren Wohnraum zu schaffen und ihrer Bereitschaft Asylwerber unterzubringen einen großen Beitrag für die Realisierung dieser Unterkunft geleistet. Weitere Hilfs- und Unterstützungsangebote sind gerne willkommen, Martin Gassner und Walter Seiberl von der Gemeinde Oberndorf sind dazu die Ansprechpartner.




Zeit für die Esperanza-Fortbildung im Herbst 2016

Im Herbst 2016 gibt es wieder neue Gelegenheiten am Esperanza-Fortbildungsprogramm teilzunehmen. Die Einnahmen aus den Fortbildungsmodulen kommen dem Verein zur Unterstützung von Esperanza zu Gute, der wiederum einen wichtigen Beitrag zur Finanzierung der Tierpflege auf Esperanza leistet.

Modul 1: Das Esperanza-Prinzip – Von der Idee zur Umsetzung
An einem Nachmittag wird das Esperanza-Prinzip für tierunterstützte Projekte in der Kinder- und Jugendhilfe an Hand des praktischen und gelebten Beispiels des Esperanza-Hofs vermittelt. Dabei wird besonderer Wert auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Theorie und Praxis gelegt und damit ein wertvoller Einblick für jene gegeben, die ähnliche Projekte in die Tat umsetzen wollen. In der tierunterstützten Pädagogik kann nur von Erfolg gesprochen werden, wenn es Mensch und Tier wohl ergeht. Das dafür notwendige Know-how über die Schaffung der geeigneten Rahmenbedingungen wird mit dem „Esperanza-Prinzip“ vermittelt.

Herbst-Termine 2016 - Modul 1: Das Esperanza-Prinzip – Von der Idee zur Umsetzung:
Freitag, 14. Oktober 2016, 14:00 – 17:00 Uhr oder
Freitag, 11. November 2016, 14:00 – 17:00 Uhr.
Kosten: 70 €/Person
die Durchführung des Moduls ist an eine MindestteilnehmerInnenzahl von 5 Personen gebunden.


Modul 2: Mission Schmetterling
Für jene, die im Modul 1: „Das Esperanza-Prinzip – Von der Idee zur Umsetzung“ Motivation und Mut gewonnen haben nun ihr eigenes Projekt umzusetzen oder bereits umgesetzt haben, ist die Mission Schmetterling genau das Richtige. Das Coaching-Programm von Esperanza hilft die eigene Projektidee im Rahmen der tierunterstützten Pädagogik in der Kinder- und Jugendhilfe zu schärfen. Die Mission Schmetterling ist individuell frei gestaltbar. Nach einer Bedarfsanalyse erstellen wir ein gemeinsames Programm, das auch davon abhängt, welche Vorkenntnisse bereits im Bereich der tierunterstützten Pädagogik vorhanden sind. Auf Basis dieser Analyse wird das Projektziel konkretisiert und einer Begleitung bei der erfolgreichen Umsetzung oder Verfeinerung Ihres Vorhabens steht nichts mehr im Wege. Wir schulen Sie gerne am Hof von Esperanza – unser Team besucht Sie aber auch direkt in Ihrer Einrichtung, wenn Sie das wünschen.

Termine 2016 - Modul 2: Mission Schmetterling
Nach Vereinbarung
Kosten: nach Vereinbarung



Auf Besuch – die Wiener Stadtzeitung „Falter“

Im April besuchte die Falter-Redakteurin Stefanie Panzenböck unseren Hof und verbrachte einen inspirierenden Nachmittag bei uns. Nach einem Interview mit Martina Kotzina und Heidrun Ziegelwanger sammelte sie ihre Eindrücke über unser Leben am Hof und zauberte eine stimmungsvolle Reportage, die im nächsten Falter (Veröffentlichung: Mi, 22.06.2016) zu lesen sein wird.


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IMPRESSUM
Medieninhaberin: ESPERANZA, Mag. Martina Kotzina

Die Infos wurden sorgfältig ausgewählt. Es wird jedoch keine Haftung übernommen. Verwendung des „ESPERANZA NEWSLETTER“ (erscheint mehrmals jährlich mit Informationen, Terminen und Veranstaltungen von Esperanza im Rahmen der tierunterstützten Pädagogik) über den privaten Gebrauch hinaus bitte ausschließlich nach Rücksprache.

© ESPERANZA – Zentrum für tierunterstützte Pädagogik
Zimmerau 5, A-3281 Oberndorf an der Melk • info@esperanza.at • +43–(0)665–8339100

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